Projekte

 

 

 

 

An dieser Stelle stelle ich einige Projekte vor, an denen ich gegenwärtig arbeite.


Reihe "European Civil Society" im Nomos Verlag



Im Sommer 2008 ist eine englischsprachige Reihe zum Thema "European Civil Society" im Nomos-Verlag, Baden-Baden gestartet. Ich fungiere hier als Mitherausgeber. 2009 ist die Veröffentlichung einer ganzen Reihe von Buchpublikationen in Planung. Den Eröffnungsband habe ich im Juni 2008 unter dem Titel "European Civil Society on the Road to Success?" veröffentlicht.


DFG-Graduiertenkolleg "Zivilgesellschaftliche Verständigungsprozesse vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart - Deutschland und die Niederlande im Vergleich"

Zum 1. März 2009 wechsele ich mit einer halben Stelle in ein Graduiertenkolleg der DFG. Ich bin dort für die Erarbeitung des Fortsetzungsantrages zuständig.
Die überwölbende Forschungsperspektive des Graduiertenkollegs ist die Frage nach der Genese und Entwicklung zivilgesellschaftlicher Verständigungsprozesse in Vergangenheit und Gegenwart. Untersucht werden sollen die Wechselwirkungen zwischen der Selbstorganisation von Bürgern als Akteuren der Zivilgesellschaft, dem Staat und dem Markt vor dem Hintergrund unterschiedlicher und sich wandelnder politischer Systeme. Ferner geht es um den Zusammenhang von governance als der Gesamtheit von Regeln, Prozessen und Praktiken, die gestaltendes Handeln in Organisationen bedingen, politischer Kultur und Konsolidierung zivilgesellschaftlicher Netzwerke in Vergangenheit und Gegenwart. Schließlich will das Graduiertenkolleg untersuchen, welche Prozesse zivilgesellschaftlicher Interaktion die Etablierung, Bindungsfähigkeit und das Integrationsvermögen demokratischer Praktiken und Prozesse fördern.




Nachwuchsgruppe "Europäische Zivilgesellschaft und Multilevel Governance"



Seit dem 1. September 2004 leite ich die Nachwuchsgruppe "Europäische Zivilgesellschaft und Multilevel Governance", die durch Mittel des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung NRW finanziert wird. Die Forschergruppe selbst besteht aus zwei Mal vier Promovenden, die sich in ihren Dissertationen mit ausgewählten Fragestellungen der Nachwuchsgruppe beschäftigen. Die ersten vier Doktorand/innen haben ihre Arbeiten im September 2004 aufgenommen und schließen Sie im Laufe dieses Jahres ab. Die zweite Gruppe hat ihre Arbeit im März 2007 aufgenommen und beendet sie zum Abschluss des Projekts im Dezember 2009.

Das Augenmerk der Forschungsgruppe liegt auf verschiedenen europäischen Policies unter Einbindung gemeinnütziger Organisationen. Dies erfolgt aus zwei Blickwinkeln: einmal einem normativ-legitimatorischen, der nach den demokratischen Funktionen gemeinnütziger Organisationen bei der Erstellung europäischer Policies fragt und zum anderen einem, der den Output orien-tierten Mehrwert gemeinnütziger Organisationen vor dem Hintergrund steuerungstheoretischer Fragestellungen untersucht. Die Nachwuchsgruppe bearbeitet drei konkrete Fragestellungen:

  1. Welchen Mehrwert leisten gemeinnützige Organisationen in einzelnen Politikfeldern im europäischen Vergleich?
  2. Welche Leistungen erbringen gemeinnützige Organisationen bei der Erstellung von sozialen, kulturellen und freizeitorientierten Dienstleistungen?
  3. Welche Möglichkeiten und Risiken ergeben sich auf Organisationsebene durch die Einbindung von gemeinnützigen Organisationen in neue Governance-Konzepte wie z.B. Public Private Partnerships im europäischen Vergleich?

Erste Ergebnisse der Nachwuchsgruppe sind in meinem aktuellen Sammelband "European Civil Society" on the Road to Success?" zusammengefasst. Nähere Informationen dazu, können hier heruntergeladen werden.


PSD-Bürgerprojekt

Gemeinsam mit dem Zentrum für Nonprofit-Management unterstütze ich gegenwärtig die PSD-Bank Westfalen-Lippe bei der inhaltlichen Konzeption und praktischen Umsetzung ihres Bürgerprojekts, das erstmalig 2007 ausgerichtet wird. Dabei werden Bürgerstiftungen im Geschäftsgebiet der Bank bei der Realisierung von bildungs- und sozialpolitischen Projekten mit bis zu 80% des Projektbudgets unterstützt. Im Fokus der Bank stehen besonders zukunftsweisende Ideen, die als Vorbilder gelungenen bürgerschaftlichen Engagements dienen können und deshalb Anerkennung verdienen. Zur Website des PSD-Bürgerprojektes geht es hier.


CINEFOGO-Netzwerk

Das CINEFOGO-Netzwerk wird aus Mitteln der 6. Rahmenprogramms der Europäischen Union gefördert und an der Universität Roskilde (Dänemark) verwaltet. Mitglied im Netzwerk sind 35 Forschungsinstitutionen und ca. 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa. Ziel des Projektes ist die Untersuchung von zivilgesellschaftlichen Strukturen in neuen Governancearrangements in den europäischen Staaten. Ich arbeite im so genannten Work Package Nr. 17 mit, das zum Thema "Partnership - Keystone of Governance" forscht. Im Frühjahr 2007 haben wir eine Konferenz zum Thema "Civil Society Organizations and Public Private Partnerships in Europe" in Münster durchgeführt. Ausgewählte Papiere dieser Tagung werden 2009 in einem Special Issue der Zeitschrift für Sozialreform publiziert.

 


Weiterbildungsstudiengang Nomprofit Management & Governance

Mit dem Weiterbildungsstudiengang "Master of Nonprofit-Management and Governance" des Zentrums für Nonprofit-Management wird ab dem Sommersemester 2005 erstmals in Deutschland an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ein universitärer Hochschulabschluss angeboten, der Führungspersonal gezielt für das Management von Nonprofit-Organisationen ausbildet. Ich bin dabei als Dozent für die Lehrveranstaltung "Governance, Interessenvertretung und Lobbying" sowie für das Examenskolloquium im Einsatz. Zudem arbeite ich am Zentrum für Nonprofit-Management an einer Reihe größerer und kleinerer Beratungsprojekte. Schließlich bin ich für die Studiengangsakkreditierung zuständig.

 


CONNEX-Netzwerk

CONNEX steht für "Connecting Excellence on European Governance" und ist ein Exzellenz-Netzwerk im Rahmen des 6. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union. Es wird am MZES in Mannheim koordiniert. Ich arbeite in Arbeitsgruppe I "From National toward International Linkages? Civil Society and Multi-level Governance" als Autor mit. Zur Website des Projektes geht es hier.

 


Future of Civil Society

Ausgangspunkt der Nachwuchsgruppe ist das Projekt Future of Civil Society ("focs"), das wir im April 2004 in Kooperation mit dem Berliner Wissenschaftszentrum für Sozialforschung (Dr. Eckhard Priller) abgeschlossen haben. Ziel des von der Robert Bosch Stiftung finanzierten Drittmittelprojektes war es, praxisrelevantes Wissen für Dozenten, Studierende, Mitarbeiter und ehrenamtlich Tätige in gemeinnützigen Organisationen in Zentraleuropa bereitzustellen und gleichzeitig ein Netzwerk europäischer Dritte-Sektor-Forscher zu knüpfen. In Zusammenarbeit mit ca. 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sieben Ländern wurde ein umfangreiches Lehrbuch entwickelt, das sich gezielt an die besonderen Bedarfe von Nonprofit Organisationen in den Visegrád-Staaten richtet. Die Autorinnen und Autoren aus Polen, Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Österreich und Deutschland entwarfen eine Studieneinheit, die in einem ersten Teil die historischen Entwicklungslinien des Dritten Sektors in den Staaten Zentraleuropas aufzeigt, daraufhin die spezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen des Nonprofit-Bereichs diskutiert und anschließend wichtige Fragen des Managements von Nonprofit-Organisationen erörtert.

 


Social Work - Better Governance

Das TEMPUS-Projekt "Social Work - Better Governance" (Projekt-Nr. Jep: 21086-2000) der Europäischen Union ist eine internationale Kooperation, in die ich über den Münsteraner Forschungsschwerpunkt eingebunden war. Aufgabe des Projektes, das an der London School of Economics and Political Science koordiniert wird, war die Entwicklung eines Aufbaustudiengangs Nonprofit-Management für Sozialarbeiter an der Staatlich-Technischen Universität Novosibirsk (Russland). Dazu wurden eine Reihe von Lehrmaterialien zusammengestellt. Zudem wurden im Rahmen des Projektes ein Curriculum für den viersemestrigen Aufbaustudiengang entwickelt.Neben London, Novosibirsk und Münster war auch die Universität Bologna an diesem Projekt beteiligt, das im Frühjahr 2005 abgeschlossen wurde.


 

  Stand: 08.01.2009